Zwischen Glanz und Elend – Volleyballturnier Zuzwil

Auch dieses Jahr traten wir wieder beim Volleyballturnier in Zuzwil an – und erneut stand das Omen nicht auf unserer Seite. Verletzungs- und krankheitsbedingt mussten wir von Beginn an mit einem angeschlagenen Kader kämpfen. Umso größer unser Dank an Sylvia, die kurzfristig eingesprungen ist und uns tatkräftig unterstützt hat. Trotz der schwierigen Ausgangslage nahmen wir das Turnier ernst. In der Gruppenphase marschierten wir kurz und knackig durch die Spiele. Die Begegnungen wurden klar dominiert, den Gegnern ließen wir kaum Chancen. Das Niveau war überschaubar, wirkliche Gegenwehr blieb aus – was das Turnier zunächst eher unspektakulär machte. Umso größer war die Vorfreude auf das interne Götzner Duell gegen „Namenlos Grandios“. Mit Beginn der zweiten Turnierphase war klar: Das ist das Spiel, auf das wir gewartet haben. Man merkte deutlich, wie sehr wir als Team zusammengewachsen waren. Fehler wurden gemeinsam korrigiert, Kommunikation und Teamarbeit standen im Vordergrund. Dann passierte genau das, was wir uns am meisten erhofft hatten zu vermeiden: Innerhalb eines Spiels verletzten sich drei unserer vier Männer, einer davon konnte das restliche Turnier nicht mehr fortsetzen. Rückenprobleme, eine Knieverstauchung und eine ausgekugelte Schulter – die Situation war ernst. Die Devise lautete nun: Durchbeißen bis zum Ende. Trotz allem dominierten und gewannen wir weiterhin unsere Spiele. Doch dann stand das Duell gegen Namenlos Grandios an. Die große Frage: Wer kann überhaupt noch spielen? Drei von vier Männern hätten dringend eine Pause gebraucht – aber was getan werden muss, muss getan werden. Es hieß All or Nothing: Entweder wir spielen unter extremen Bedingungen oder wir lassen es ganz. Das Spiel begann nervös. Beide Teams waren fehleranfällig, beide wussten, dass sie eigentlich mehr können. Kleine Geschenke auf beiden Seiten – doch Namenlos Grandios entschied den ersten Satz für sich. Für uns war klar: Im zweiten Satz holen wir alles heraus, was noch möglich ist, und gehen ans absolute Limit. Wir wussten, es wird schwer – aber nicht unmöglich. In einem hitzigen zweiten Duell kämpften wir uns zurück und erzwangen ein 1:1-Unentschieden. Die halbe Mannschaft wusste kaum noch, wo rechts und links ist, die andere Hälfte war körperlich komplett am Ende – aber dieses 1:1 fühlte sich für uns wie ein echter Sieg an. Ein riesiges Dankeschön an alle, die durchgehalten und trotz Verletzungen ihr Bestes gegeben haben. Ebenso ein großes Danke an Namenlos Grandios für die Hilfe und den fairen Support bei den Spielen – jederzeit gerne wieder. Mit einem verdienten 2. Platz und einer klaren Steigerung zum letzten Jahr verabschieden wir uns aus Zuzwil und sagen: Bringt stärkere Gegner mit – oder wir testen das Ganze nächstes Jahr einfach Agfrässni an.